Bis zu 20 Prozent Zuschuss für die Dämmung, zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse von bis zu 45 Prozent fürs ganze Haus: Für die energetische Sanierung gibt es 2026 weiterhin viel Geld vom Staat. Schwierig ist für viele Hausbesitzer nur die Frage, welches Förderprogramm passt – BAFA, KfW, Effizienzhaus, Sanierungsfahrplan oder serielle Sanierung.
Die Antwort fällt leichter, wenn zuerst feststeht, was am Haus geschehen soll. Aus der geplanten Maßnahme ergibt sich die passende Förderung dann fast von selbst. Gern unterstützen wir von der Zimmerei Stamer Hausbesitzer bei diesem Blick auf das eigene Zuhause.
Dach oder Fassade sanieren – der häufigste Fall
Die meisten Sanierungen haben einen konkreten Anlass. Das Dach ist alt. Die Fassade verliert Wärme. Die Heizkosten steigen, oder einzelne Bauteile sind am Ende ihrer Lebensdauer. Für solche Einzelmaßnahmen zahlt der Bund Zuschüsse über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Zuständig ist das BAFA. Gefördert wird die Dämmung von Dach, Fassade, Kellerdecke oder oberster Geschossdecke.
Der Zuschuss liegt 2026 bei 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Wer vorab einen Sanierungsfahrplan erstellen lässt, bekommt 5 Prozent mehr – zusammen also 20 Prozent. Pro Wohnung und Jahr sind in diesem Fall bis zu 60.000 Euro förderfähig.
Dieser Weg passt besonders zu Eigentümern, die ihr Haus Schritt für Schritt modernisieren. Die Arbeiten lassen sich über mehrere Jahre verteilen. Eine Komplettsanierung auf einen Schlag ist nicht nötig.
Warum ein Sanierungsfahrplan oft der sinnvolle Start ist
Die wenigsten Häuser haben nur eine Schwachstelle. Dach, Fassade, Heizung und Wohnkomfort hängen zusammen und sollten gemeinsam betrachtet werden. Deshalb beginnt eine durchdachte Modernisierung meist mit einem individuellen Sanierungsfahrplan. Eine Energieberatung prüft das Gebäude und legt eine sinnvolle Reihenfolge fest. Statt einzelner Entscheidungen entsteht ein Konzept für die nächsten Jahre. Die Hälfte des Honorars für die Beratung übernimmt der Staat.
Wenn das ganze Haus modernisiert wird
Wenn es um eine Komplettsanierung geht, lohnt die KfW-Förderung für Effizienzhäuser (Programm 261). Hier zählt nicht die einzelne Maßnahme, sondern das Haus als Ganzes. Je nach erreichtem Standard gibt es einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 120.000 Euro je Wohnung und einen Tilgungszuschuss von 5 bis 20 Prozent. Mit Zusatzboni sind bis zu 45 Prozent möglich. Diesen Teil des Kredits muss niemand zurückzahlen.
Für viele ältere Wohnhäuser ist das die Chance, den Stand eines modernen Neubaus zu erreichen – mit dauerhaft niedrigen Heizkosten.
Serielles Sanieren: mehr Förderung durch Vorfertigung
Ein vergleichsweise neuer Baustein ist der Bonus für serielle Sanierung. Das Prinzip kennen wir im Holzbau seit Langem: Bauteile entstehen in der Werkstatt und werden auf der Baustelle montiert. Weil diese Bauweise die Sanierung beschleunigt und die Qualität besonders hoch ist, fördert der Bund das zusätzlich. Wer sein Haus mit vorgefertigten Elementen auf Effizienzhaus 40 oder 55 bringt, erhält 15 Prozentpunkte zusätzlichen Tilgungszuschuss.
Für uns von der Zimmerei Stamer ist die Vorfertigung ein vertrautes Feld. Sie ist eine der zentralen Vorteile des Holzrahmenbaus. Vorteile, die Bauherren bisher nur vom Neubau kannten, lassen sich nun auch bei der Sanierung nutzen.
Gute Förderung beginnt mit guter Planung
Fast alle Programme haben eins gemeinsam: Der Antrag muss vor dem ersten Auftrag eingereicht und genehmigt werden. Wer schon Handwerker beauftragt oder mit dem Bau beginnt, verliert den Anspruch. Gleichzeitig sind die Mittel begrenzt und nicht garantiert. Eine frühzeitige Antragstellung sichert die Chancen auf optimale Förderung.
Der frühe Blick nach vorn lohnt sich also: Hand in Hand mit der Energieberatung besprechen wir von der Zimmerei Stamer, welche Maßnahmen sich lohnen und welche Förderung dazu passt. Denn am Ende sollte nicht das Förderprogramm den Weg bestimmen. Entscheidend ist, was ein Haus für die Zukunft braucht. Die passende Förderung folgt dann fast von selbst.
Welche Förderung zu welchem Haus passt
Eine kurze Orientierung:
• Einzelne Bauteile wie Dach oder Fassade: der BAFA-Zuschuss für Einzelmaßnahmen.
• Mehrere Maßnahmen über Jahre verteilt: zuerst einen Sanierungsfahrplan erstellen lassen.
• Umfassende Modernisierung des ganzen Hauses: die KfW-Förderung fürs Effizienzhaus prüfen.
• Größere Sanierung mit vorgefertigten Bauteilen: zusätzlich den Bonus für serielles Sanieren nutzen.
